Christoph J. Keller
Zehn Charaktertänze (1998/99)
für Blockflöten (S, A, B) und Akkordeon

Die Zehn Charaktertänze wurden 1998/99 als Auftragskomposition zum zehnjährigen Bestehen des Kinder- und Jugendtanztheaters „Hexenbesen" geschrieben. Finanziert wurden sowohl Komposition als auch Aufführung aus der Lotto-Stiftung Niedersachsen, der Gemeinde Hatten und der Turn- und Sportgemeinschaft Hatten-Sandkrug. Die Inititative ging von Maike Horn-Körner aus, der Leiterin des Tanztheaters „Hexenbesen". Für sie gab es drei Gründe, den Komponisten Christoph J. Keller mit einer Komposition für ihr Tanzstück zu beauftragen: Erstens war für ihre choreographische Arbeit die Musik Christoph J. Kellers sehr anregend. Zweitens sollten Kinder und Jugendliche lernen, sich mit der zeitgenössischen Musik auseinanderzusetzen. Drittens sollte in jeder der acht Aufführungen die Bühnenmusik live gespielt werden.

Die mit dieser Ausgabe vorgelegte Satzfolge wurde von Christoph J. Keller zusammengestellt und ist gedacht für die konzertante Aufführung der Zehn Charaktertänze. Durch das abwechselnde Spiel von Sopran-, Alt- und Baßblockflöte ergibt sich eine facettenreiche Abfolge der Sätze; Schlangenmelodie I und II sowie Schlangentanz III aus dem Anhang können nach Belieben eingefügt werden.

Mit dieser Kammermusik für Blockflöte und Akkordeon hat Christoph J. Keller ein Werk geschaffen, das Spielfreude, Phantasie und Gestaltungswille ungeheuer anregt. Die meisten Sätze sind im mittleren Schwierigkeitsgrad und für Jugendliche gut ausführbar.

Die Unter dem Titel „Urmel und die Schlange" wurden die Zehn Charaktertänze am 28. November 1999 auf der Neerstedter Bühne von 14 Kindern und Jugendlichen uraufgeführt. Leitung und Einstudierung lagen bei Maike Horn-Körner, die Kostüme waren von Angelika Steffens entworfen worden, die Bühnenmusik wurde gespielt von Jutta Keller, Blockflöten, und Ute Pukropski, Akkordeon.

Die Zeichnungen sind von der Oldenburger Künstlerin Ursula Schmidt.


ISMN: M-50010-058-4
40 Seiten + 18 Seiten Blockflötenstimme + 4 Seiten Anhang
fPreis: €15 
© 2004

Rezension:
Ursprünglich hatte Christoph J. Keller einen Bühnenmusik mit dem Titel "Urmel und die Schlange" für ein Kinder- und Jugendtanztheater geschrieben. "Zehn Charaktertänze" (Augemus, ISMN M-50010-058-4) in der Besetzung für Blockflöte (Sopran-, Alt- und Bassblockflöte, zwischen den Sätzen wechselnd) und Akkordeon hat der Komponist zu einer Suite zusammengestellt. Es ist dies aber keineswegs "einfache" Musik - spieltechnisch stellen sie einige Anforderungen dar, auch wenn mit wenigen Ausnahmen nur traditionelle Techniken gefordert werden. Die Stücke erfordern eine differenzierte, abwechslungsreiche Artikulation, um die charaktervollen Sätze deutlich (und zum Teil sehr humorvoll!) zur Geltung zu bringen.

Regina Himmelbauer

In: ERTA News. Mitteilungsblatt des Verbandes von Blockflöten-Lehrern Österreichs 10. Jg., Nr. 2 (1. Juni 2004), S. 2.