Christoph J. Keller
Epigramme (1993)

Die Epigramme wurden 1993 komponiert. Das Intermezzo ist dabei das erste Stück, das Christoph J. Keller für Akkordeon komponierte. Von Aus den Fernen entstand später eine Fassung für Klavier, die in der 1995 im Noetzel-Verlag herausgegebenen Sammlung Neues Jugendalbum erschien. Der Komponist gibt zum vorliegenden Werk folgende Auskunft:

Die Epigramme sind in ihrer Klangessenz aus der Grundempfindung jeweils eines Zentraltones gestaltet. Das Studium der Stücke ermöglicht ein inneres Erleben unterschiedlicher Spannungsbalancen innerhalb sich bildender Akkordstrukturen, wozu das Akkordeon besonders gut geeignet ist. Sowohl in der Klangverdichtung als auch in der Klangbewegung ist dies besonders deutlich ausgeprägt, ebenso in der Dorischen Melodie, wo im Spannungsfeld von vier unterschiedlichen Akkordbildungen mit der Melodie eine verbindende Bewegung stattfindet.

Die einzelnen Sätze der Epigramme sind beliebig zusammenstellbar. Die vorliegende Reihenfolge ist für eine Gesamtaufführung jedoch die geeignetste.

Die notierte Unisono-Ausführung der Melodie von Dorische Melodie in der alternativen Fassung dient ihrer Zentrierung - räumlich, klangfarblich und mental, wobei letzteres für Rezipienten natürlich nur mittelbar wahrnehmbar ist. Dabei bleibt die Trennung der Akkorde erhalten, die vom Komponisten genannte verbindende Bewegung der Melodie findet in jeder Beziehung zwischen den Akkorden statt. Das unisono ad lib. für die betreffenden Stellen der Klangbewegung zielt ebenfalls auf die Zentrierung der Bewegung.


ISMN: M-50010-035-5
32 Seiten
fPreis: € 14
© 2002