Bogdan Dowlasz
Concertino (1982/2017)
für Akkordeon


Bogdan Dowlasz, geboren am 8. Januar 1949 in Łódź (Polen), begann mit acht Jahren das Akkordeonspiel zu erlernen. 1969 folgte ein Musikstudiums an der Staatlichen Fachschule für Musik in Łódź (Meisterklasse bei Mieczyslaw Mikołajczyk), anschließend studierte er bis 1974 an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar (Akkordeon bei Irmgard Slota-Krieg, Musiktheorie und Komposition bei Heinrich Becker und Herbert Kirmße). Er kehrte nach Polen zurück, komponierte und arbeitete zunächst an der Staatlichen Fachschule für Musik als Akkordeonlehrer. Von 1974 bis 1976 unterrichtete er an der Staatlichen Musikschule in Łódź, von 1978 bis 1980 an der Nationalen Musikschule „Charles Kurpinski“ in Kutno. Gleichzeitig war an der Staatlichen Hochschule für Musik in Łódź als Lehrer für Akkordeon, Orchestrierung und Komposition tätig. Im Jahre 1980 wurde er an der Musikhochschule „Frederic Chopin“ in Warschau Dozent für Akkordeon und 1996 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Seit 1999 ist er der Ordinarius an diesem Institut. Von 1993 bis 1999 war er der Rektor der Hochschule für Musik in Łódź. An der Universität Łódź war er von 1997 bis 2003 u. a. als Leiter der Abteilung für Kunstpädagogik an der Fakultät für Bildungswissenschaften. Er kooperierte auch mit der Musikakademie in Bydgoszcz und der Staatlichen Fachhochschule in Sanok. Bis 2014 Zeit leitete er die Abteilung für Akkordeon und Interpretation zeitgenössischer Musik, von 2008 bis 2013 betreute er zudem die Doktorarbeiten. Neben diesen universitären Tätigkeiten ist Bogdan Dowlasz ein gern gesehener Dozent bei vielen Seminaren und Meisterkursen im In- und Ausland. Er ist oftmals Teilnehmer an wissenschaftlichen Sitzungen und Symposien und gilt als exzellenter Fachmann zu allen Fragen, die mit dem Akkordeon in Zusammenhang stehen. Viele Studierende von Bogdan Dowlasz sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er war Jurymitglied und Vorsitzender bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben.

Von 2005 bis 2008 war er Mitglied des Vorstandes des Förderverein der Internationalen Akkordeonwettbewerbe in Klingenthal. Aktuell ist er u. a. Vizepräsident des Vorstandes der Vereinigung der polnischen Akkordeonisten. Er ist eng verbunden mit den Lehrstühlen für Akkordeon in der Musikhochschule „Frederic Chopin“ in Warschau und für Komposition in der Musikakademie in Łódź.

Mit dem Akkordeon ist er solistisch und kammermusikalisch tätig. So gründete er in Łódź ein Akkordeon-Quintett und ein Akkordeon-Orchester. Von 1980 bis 2002 spielte er mit dem Flötisten Antoni Wierzbiński und dem Gitarristen Jerzy Nalepka im Trio, es folgten zahlreiche Aufnahmen für Radio, Fernsehen, Film und Theater.

Sein kompositorisches Schaffen umfasst Solo- und Kammermusikwerke, aber auch Bühnenmusik. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der der Auseinandersetzung mit dem Akkordeon, für das er viele Werke, auch im pädagogischen Bereich, geschaffen hat. Er gewann zahlreiche Kompositionswettbewerbe, oftmals sind seine im In- und Ausland verlegten Stücke Pflichtstücke bei Wettbewerben.

Seine Komposition Concertino entstand im Jahr 1982 und ist für ein Akkordeon mit Standardbass- und zusätzlichem Einzeltonmanual geschrieben. Die Registrierung stammt vom Komponisten, die notierte Tonhöhe ist verbindlich. Auf die in der Erstausgabe eingezeichneten Fingersätze und Balgwechselzeichen wurde bei dieser Neuausgabe verzichtet.

ISMN: 979-0-50010-105-5
16 Seiten
Preis: € 10
© 2017

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